Architekt Robert Pfaud – Ein engagierter Streiter für Baukultur
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Mit einer Werkschau im Maximilianmuseum ehren der Schwäbische Architekten- und Ingenieursverein sowie die Kunstsammlungen und Museen Augsburg den wohl einflussreichsten Augsburger Nachkriegsarchitekten Rober Pfaud (1905-1992), der zudem als Dozent am Rudolf-Diesel-Polytechnikum wie als Stadtheimatpfleger wesentlich Anteil am Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt hatte. Denn obwohl seine eigenen Bauten der 1950er Jahre von einem modernen Formenkanon geprägt waren, setzte sich Robert Pfaud gleichermaßen für den Erhalt des historischen Augsburg ein. Seinem denkmalpflegerischen Sachverstand verdankt sich das das heutige Stadtbild Augsburgs.
Robert Pfaud blieb vielen Zeitgenossen als Augsburger Multitalent in Erinnerung. Ganz entscheidend trug der Architekt zum Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt nach 1945 bei und setzte mit der Textilberufsgenossenschaft an der Volkhartstraße Maßstäbe im Neuen Bauen der 1950er Jahre.
Mit seinen Leitbildern prägte Robert Pfaud das Architekturverständnis seiner Studenten am Rudolf-Diesel-Polytechnikum. Mehr als 20 Jahre setzte er sich in seiner Funktion als Heimatpfleger der Stadt Augsburg für den Erhalt historischer Bauten und Stadträume ein. Seine Publikation “Das Bürgerhaus in Augsburg” zählt noch heute überregional zur Standardliteratur für Bauforschung und Denkmalpflege.
In Kooperation mit dem Maximilianmuseum und dem Schwäbischen Architekturmuseum ehrt der Schwäbische Architekten- und Ingenieurverein (SAIV) seinen langjährigen Vorsitzenden Robert Pfaud in dieser Werkschau, die auch sein Engagement im Bereich des ländlichen Bauens zeigt.
Die Ausstellung “Architekt Robert Pfaud – Ein engagierter Streiter für Baukultur” läuft vom 18. Juli bis 26. August 2007 in der Maximilianmuseum/Welserhalle, Augsburg (Einlass Dienstag 10 bis 20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 10 bis 17 Uhr). Der Eintritt in die Welserhalle ist frei.
Horst Thieme am 12. 07. 2007