Bayerischer Museumspreises geht ans Maximilianmuseum Augsburg
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Alle zwei Jahre verleiht die Versicherungskammer Bayern den Bayerischen Museumspreis an ein nichtstaatliches Museum in Bayern, das sich mit wegweisenden Ansätzen im Bereich der Sammlungspräsentation und der didaktischen Vermittlung verdient gemacht hat. Heuer wird in Gegenwart von Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert und Bürgermeisterin Eva Leipprand das erst Ende 2006 wiedereröffnete Maximilianmuseum ausgezeichnet. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Zusätzlich wird ein Sonderpreis für die Konzeption und Neueinrichtung des Depots der Sammlungen und dessen beispielhaften Betrieb an das Freilichtmuseum Massing verliehen, dotiert mit 5.000 Euro.
Die Versicherungskammer Bayern hat die Verleihung des Bayerischen Museumspreises 1991 ins Leben gerufen. Seitdem wird der Wanderpreis in Form einer Bronzeplastik alle zwei Jahre an ein nichtstaatliches Museum jeder Art in Bayern verliehen. Ziel ist es, die Kulturarbeit der vielfältigen bayerischen Museumslandschaft zu würdigen und zu unterstützen.
Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro und der Anerkennungspreis mit 5.000 Euro dotiert, die für die Anschaffung eines oder verschiedener Ausstellungsobjekte verwendet werden sollen. Neben den Geldbeträgen werden eine Urkunde und ein Wanderpreis, eine Bronzeplastik des Münchener Bildhauers Alexander Fischer (1903 – 1981), übergeben.
Maximilianmuseum Augsburg
Das Maximilianmuseum Augsburg, das Stammhaus der Städtischen Kunstsammlungen, besteht seit 1855. Seinen Namen erhielt es zu Ehren des bayerischen Königs Maximilian II. Um einen mit einem Glasdach überwölbten Innenhof, der heute Bronzefiguren berühmter Augsburger Prachtbrunnen des 16. Jh. beherbergt, gruppieren sich in zwei ehemaligen Bürgerhäusern die bedeutenden Sammlungen zur Stadtgeschichte bzw. von Kunst und kunstgewerblichen Objekten mit Bezug zu Augsburg: Skulpturen des 16.-18. Jh., Werke der Augsburger Silber- und Goldschmiede, Porzellan und Fayencen, Uhren, wissenschaftliche Instrumente und eine Sammlung von Holzmodellen, darunter die Entwurfsmodelle des Augsburger Rathauses von Elias Holl aus dem frühen 17. Jh. Nach einer 2006 abgeschlossenen Generalsanierung und Neuaufstellung präsentiert sich das Museum im neuen Glanz.
Den Sonderpreis zum Bayerischen Museumspreis 2007 erhielt das Freilichtmuseum Massing in Niederbayern für sein richtungsweisendes Museumsdepot. Wie sein Schwestermuseum, das Freilichtmuseum Finsterau, hat es durch innovative und vorbildliche Betreuung der Museumssammlungen, die nicht ständig ausgestellt sind, Maßstäbe gesetzt.
Horst Thieme am 18. 10. 2007