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Friedlicher Drache: Textilkunst aus dem Königreich Bhutan

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Vom 22. November 2008 bis zum 15. Februar 2009 zeigt das Maximilianmuseum in Augsburg kostbare Textilien und wertvollen Schmuck aus Bhutan, dem geheimnisvollen Königreich im Himalaya. Rund 50 Exponate aus zwei Jahrhunderten reflektieren die weltweit einzigartige Textilkunst des kleinen Himalayastaates und jahrhundertealte künstlerische und handwerkliche Traditionen, die bis heute bewahrt blieben. Zu den Pretiosen der Ausstellung zählen Kronen aus Seide und Damast, Mönchsgewänder und silberner Schmuck, aber auch traditionell gewebte Gürtel, Schals und Mäntel, welche die landestypische Tracht der bhutanischen Bevölkerung von heute ausmachen.

Die Ausstellung zeigt insbesondere die bhutanischen Landestrachten Gho und Kira und erläutert deren verschiedenen Muster und Webarten. Anhand der zudem ausgestellten Gürtel, Broschen und Kleidernadeln wird ihre Verwendung im bhutanischen Alltagsleben verdeutlicht. Zusätzlich geben persönliche Geschenke des bhutanischen Königshauses, wie beispielsweise Kronen, Thronbezüge und eine Altardecke, Einblick in das Zeremoniell am buddhistisch geprägten Königshof.

Bhutan öffnet sich erst seit wenigen Jahren für die Außenwelt. Nach der Einführung der Monarchie im Jahr 1915 wurden die religiösen Angelegenheiten in Bhutan einem Abt übertragen. Die weltlichen Angelegenheiten wurden von nun an von einem Gouverneur und Ugyen Wangchuck, dem ersten König von Bhutan (1907-1926) übernommen. Mit der Trennung von Religion und Staat begann, nach Jahrhunderten der Abschottung, Bhutans zaghafte Modernisierung und Öffnung nach außen. Bhutan hielt seine ersten parlamentarischen demokratischen Wahlen im März 2008 ab.

Bhutan bewahrt seine Kultur seit Jahrhunderten mit Hilfe der Textilkunst, die ein Symbol der nationalen Identität des Landes geworden ist. Das Weben spielt eine wichtige Rolle in der bhutanischen Gesellschaft und ist bis heute auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Bevölkerung, insbesondere für die Frauen auf dem Land. Die meisten der handgewebten Landestrachten mit ihren vielfältigen Mustern sind ausschließlich in Bhutan zu finden. Die Textilien haben sich über mehrere Jahrhunderte entwickelt und reflektieren die unverwechselbare Identität des Landes. Dabei weist jede geografische Zone des Landes unterschiedliche Webstile auf, die vom jeweiligen Klima und der Verfügbarkeit von Materialien abhängig sind. Die traditionellen Gewänder prägen noch heute das alltägliche öffentliche Leben. Sie werden von Kindern als Schuluniform und von Beamten als Arbeitskleidung getragen, sowie von der gesamten Bevölkerung zu feierlichen Anlässen.

Die Ausstellung wird eröffnet durch Ihre Majestät Königin Ashi Sangay Choden Wangchuck von Bhutan.

Friedlicher Drache – Textilkunst aus dem Königreich Bhutan
22. November 2008 bis 15. Februar 2009 – Maximilianmuseum (Philippine-Welser-Str. 24, 86150 Augsburg)  
Öffnungszeiten: Di 10-20 Uhr / Mi-So 10-17 Uhr / Mo geschlossen 
Eintritt: 7 Euro Erwachsene / 5.50 Euro ermäßigt

 
 

 

Ursula Dietmair am 17. 11. 2008

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