Giuseppe Verdi: Un ballo in maschera (Ein Maskenball)
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Heute abend Premiere im Großen Haus des Theater Augsburg: Giuseppe Verdis “Un ballo in maschera” (in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln). Wie so oft in seiner Laufbahn geriet Giuseppe Verdi (1813–1901) auch mit seiner 1859 in Rom uraufgeführten Oper Ein Maskenball bereits während der Entstehung in Konflikte mit der allgegenwärtigen Zensur. Im Zentrum der Handlung sollte der schwedische König Gustav III. stehen, auf den während eines Maskenballs am 16. März 1792 in Stockholm ein Attentat verübt wurde. Doch es war undenkbar, den Mord an einem regierenden Monarchen auf der Bühne zu zeigen, und so verlegten die Autoren die Handlung schließlich in das amerikanische Boston, aus dem König wurde ein Gouverneur.
Die historische Figur Gustavs III. ist für das Verständnis der Handlung von großer Bedeutung. Der theaterbegeisterte König war eine schillernde Persönlichkeit, fasziniert von der Kultur des französischen Rokoko; gleichzeitig war er permanent in Auseinandersetzung mit den politisch starken Adelsständen verstrickt. Das tödliche Attentat fand im Stockholmer Opernhaus statt, ein Ort, den der mit ständiger Selbstinszenierung beschäftigte König besonders liebte. Auch die Figurenkonstellation der Oper, mit dem König als Zentrum und den vielschichtigen Beziehungen, die zwischen ihm, den Verschwörern, dem Pagen Oscar und zu Amelia bestehen, wird erst durch die ursprünglich geplante Fassung des Werkes deutlich.
Freo Majer hat zuletzt Solaris am Bremer Theater, Die Zauberflöte und Das schlaue Füchslein am Theater Kiel und Der Wildschütz am Theater Heidelberg inszeniert. Er führt erstmals in Augsburg Regie.
Musikalische Leitung: Rudolf Piehlmayer
Inszenierung: Freo Majer
Bühnenbild: Okarina Peter und Timo Dentler
Kostüme: Ingo Krügler
Choreinstudierung: Karl Andreas Mehling
Dramaturgie: Ralf Waldschmidt
Riccardo: Ji-Woon Kim
Renato: George Stevens
Amelia: Sally du Randt
Ulrica: Kerstin Descher
Oscar: Anja Metzger
Silvano: Manuel Wiencke
Samuel: Christian Tschelebiew
Tom: Per Bach Nissen
Ein Richter: Roman Payer
Des Weiteren: Oliver Scherer / Gerhard Werlitz
Chor, Extrachor und Statisterie des Theater Augsburg
Philharmonisches Orchester Augsburg
PREMIERE: 17.02.2008 – weitere Termine im Spielplan.
Thorsten Belz am 17. 02. 2008