Jugendkultur in Augsburg
Allgemein, Jugend, Politik Kommentar (0)
Seit Wochen geistert ja ein ziemlich wahrheitsresistenter Virus durch die öffentliche Wahrnehmungsschneise – von AZ bis Stammtisch: X-Large, PopCity, MaxFest und Kulturpark West müssen wechselweise für jugendkulturelle Statements von Politikern und Leserbreifschreibern herhalten. Kaum einer kennt die Zusammenhänge, der Stadtjugendring trägt bisher auch nicht zur konzeptionellen Klärung bei und die immer wiederkehrenden Forderungen an die Stadt aus Teilen der Szene sind auch nicht von Bescheidwissen und neuen Ideen geprägt. Deshalb oder dennoch besteht akuter Handlungsbedarf – gerade im Wahlkampfjahr.
Nun haben sich die Grünen des Themas angenommen und veranstalten im Rahmen des JugendKulturFestivals im Kulturhaus abraxas am 21.03. um 19.30h eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema. Mit dem Ziel, Klarheit über die Vergangenheit (Woodstock-Syndrom) und Visionen für die Zukunft herzustellen. Die Besetzung des Podiums mit Konrad Hummel (Sozialreferent und bisher zuständig für den Stadtjugendring), Eva Leipprand (Kulturreferentin und zukünftig zuständig für jugendkultur), Matthias Garte (früher Geschäftsführer des SJR) und Helmut Jesske (aktueller Geschäftsführer des SJR) sowie Peter Bommas (Kulturpark West etc.) verspricht eigentlich genau diese Wanderung zwischen Vergangenheit und Zukunft – damit die Gegenwart dabei nicht zu kurz kommt, sollten möglichst viele Interessierte an diesem Abend vorbeikommen und sich in das Gespräch einmischen (Moderation Horst Thieme).
Denn Jugendkultur war schon immer mehr als Konzerte auf Rathausplatz und Maxstrasse und sollte auch weiterhin eventunabhängig die ‘’Alltagskultur der Szenen jenseits von Mainstreamkonsum und Realityshows zeigen. Vor der Podiumsdiskussion findet um 18.30h die Vernissage zu der Ausstellung “Lebenszeichen aus der Subkultur” im Abraxas statt. Dort werden Fotoserien (mit Einwegkameras) und ein Videofilm von 13 bis 16jährigen Jugendlichen gezeigt, die aufgrund eines von uns (Abraxas, Junges Theater) vorgegebenen Motivkatalogs ihre sozio-kulturelle Freizeitwelt abbilden.
Peter Bommas am 15. 03. 2007