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MODULAR 2010 – geballte Kreativität an 3 Tagen

Bildende Kunst, Comic, Film, Internet, Jugend, Literatur, Performance Kommentar (0)

Augsburgs Jugendkulturfestival MODULAR geht in die zweite Runde und ist im vergangenen Jahr schnell gewachsen! Vom 15. – 17.4.2010 wird es 78 Veranstaltungen an 23 Orten geben. Das sind 18 Veranstaltungen mehr, als 2009. Dies bedeutet, dass das Festival noch breiter aufgestellt ist, als sein Vorgänger aus dem Vorjahr. Hier ein kleiner Einblick, ausführliche Informationen auf www.modularfestival.de

Natürlich wird beim MODULAR auf Kontinuität gesetzt und bewährte Programmpunkte werden fortgeführt. So gab es auch 2010 wieder vorbereitende Workshops, die teilweise schon seit November 2009 laufen. Auch hier kann man einen positiven Trend erkennen: die Anzahl hat sich mehr als verdoppelt und die meisten Workshops sind ausgebucht! Auch in Sachen Programm gibt es Fortführungen von erfolgreichen Konzepten.

10 Neue Songs, 6 junge Arrangeure und 3 neue Orte – Puppet on a String 2010

So geht “Puppet on a String” – Das MODULAR Orchester in die zweite Runde – hier wird es 2010 wieder 10 eigens angefertigte Arrangements von jungen Augsburger Arrangeuren geben, die sich Musik aus der Augsburger Rock – & Pop-Szene vorgenommen haben. Dieses Mal spielt dazu ein ganzes Jugendorchester mit 23 Mitgliedern. Auch in diesem Jahr gibt es nur 3 Aufführungen an 3 verschiedenen Orten. Hier besteht eine Kooperation mit dem Projekt “Mehr Musik!”, das eines der Arrangements bezahlt.

Hier der Film zu den Proben von 2009:

Die Proben zu Puppet on a String 2009

Augsburgs größte “Schaumstoff-Schlägerei” – Die Big Battel

Die “Big Battel” war alles in einem: Workshop, Kunstperformance, Spaß und Action im Boxring. Die vom Künstler “Mansch” initierte Aktion musste einfach weitergehen. Sie findet 2010 – natürlich wieder im Boxring am 16.4.2010 im Moritzsaal statt. Auch hier gibt es einen Film von 2009.
Die MODULAR BIG Battel 2009

MODULAR-Fernsehturm auf dem Rathausplatz

Ab Anfang April wird die Medieninstallation „MODULAR-Fernsehturm“ auf dem Rathausplatz auf originelle Art und Weise auf das Festival hinweisen. Die Macher von lab binaer hatten schon 2009 mit der interaktiven Illumination der Fassade der Stadtmetzg für Furore gesorgt. 2010 werden 16 Monitore in einem verglasten Container scheinbar immer aktiver und lebendiger werden, je näher das Festival kommt. Neben Informationen zu den Veranstaltungen gibt es hier dann auch – während des Festivals – Livebilder von den Veranstaltungen zu sehen.


erste Visualisierung der Idee

Auch hier gibt es einen Film zur Installation von 2009.

Fassadenprojektion an der Stadtmetzg von 2009

Jugendgeländelauf durch die Rote Torwall Anlage

Das Wort “KuSpo” hätte sicherlich jeden lokalen Wettbewerb zum “Unwort des Jahres” gewonnen. Im Bereich der Jugendkulturen waren Sport und Kultur allerdings schon immer ein lockeres Nebeneinander gewohnt. Deswegen hat MODULAR 2010 auch für die Sportbegeisterten, ob aktiv als Teilnehmer oder passiv als Zuschauer, etwas zu bieten. Am Samstag um 15.00 Uhr startet am Willy-Brandt der Jugendgeländelauf die die Grünanlagen am Roten Tor. Die 45 Teams mit jeweils drei bis fünf Teilnehmern starten zeitversetzt und laufen zwei anspruchsvolle Runden bis sie nach 4,5 km wieder im Zielbereich am Willy-Brandt-Platz ankommen. Für den reibungslosen Ablauf sorgt das Team des Turnverein Augsburg (TVA) rund um Michael Reinhardt und Sven Herzog. Die beiden bringen gleich noch jede Menge Guides mit, so dass sich die Teams in den verwinkelten Ecken der Rote Torwall Anlagen nicht verlaufen. Im Start-und-Ziel-Bereich am Willy-Brandt-Platz befindet sich auch der Warm-Up-Bereich für die Teams und es steht dort eine Bühne von der aus die aktuellen Zwischenstände und die Zusammensetzung der Teams durchgesagt werden. Und wer als Nicht-Aktiver gerne zu Popcorn beim Sport greift, bekommt diese am Stand des CinemaxX. Gegen 19.00 Uhr, je nachdem wann die letzten Teams von der Strecke zurückkommen, findet auf der Bühne die Siegerehrung statt. Die Gewinner bekommen ihre Preise von zwei Spielern des AEV überreicht. Bei schlechtem Wetter wird die Siegerehrung ins CinemaxX verlegt.

Der Zulauf von Schüler ist gut und wir hoffen auf gutes Wetter, wie 2009.

Audiovisuelle Kunst im Höhmannhaus

Die Neue Galerie im Höhmannhaus in der Maxstraße ist innerhalb der Städtischen Kunstsammlungen das Forum für zeitgenössische Kunst. Beim MODULAR wird dies aufgegriffen, denn das Höhmannhaus ist der zentrale Ort für insgesamt fünf Visual-Installationen und-Performances (alle mit kostenlosem Eintritt).

Am Freitag (23.00 Uhr) verschmilzt Anton Kaun alias „Rumpeln“ Videos vom Sägen einer Kreissäge, von auf Eimer fallenden Bällen und Aufnahmen früherer Metalexperimente mit unterschiedlichen Sound-Elementen und -Gegenständen zu einem Mix aus Lärm & Geschrei.

Legoloop setzt sich am Samstag (20.00 Uhr) mit zwei zentralen Elementen der elektronischen Musik auseinander: Lego als modulares und spielerisches architektonisches Konzept und der Loop als prägendes Stilmittel in der Klubmusik. Turntable und Computer, die 2 wichtigsten technischen Hilfsmittel der Klubkultur werden miteinander verbunden. Legoklötzchen übernehmen die Funktion von Drehknöpfen, Schieberreglern, Maus und Tastatur. Eine Videokamera ersetzt die Nadel als Tonabnehmer.

Danach (22.00 Uhr) wird in einer Live-Performance die elektronische Musik der DJs mit Club Visuals aus vorbereiteten Animationen und in Echtzeit generiertem Filmmaterial untermalt. Können Club Visuals als eigenständige Kunstform anerkannt werden? An diesem Abend widmen sich die Veranstalter des Augsburger Clubevents “Glitch Happens” dieser Frage.

Auch Tanz und Visuals lassen sich verbinden, wie das gemeinsame Programm der Videokünstlerin Stefanie Sixt (sixt sense) und der Tänzerin Anina von Molnar am Samstag (21.00 Uhr) zeigt. Die beiden untersuchen das Zusammenspiel vom körperlichem Impuls zu digitalem Ausschlag. Denn auch in einer Welt der Computer steht immer noch der Mensch im Mittelpunkt.

Als Abschluss (22.00 Uhr) befasst sich die Gruppe aus Micha Thies (Köln, Laptop, generative Videos), Martin Krejci (München, Institut für Leistungsabfall und Kontemplation, Präparierte Elektronik), Sebastian Giussani (Ausgburg, Präparierte Elektronik), Vedat Hopoglu (Ausgburg, Synthesizer), Deniz Khan (Augsburg, Schlagzeug) und Tobias Grewenig (Köln, Laptop, div. Elektronik)mit Strukturen visueller und akustischer Ebenen.

Weitere Informationen zu interessanten Orten und Programmpunkten finden Sie auf  www.modularfestival.de

Sebastian Kochs am 1. 03. 2010

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