3 Kommentare

  1. e-Thieme » Blog Archive » Modular Slam im Boxring 16. 04. 2009 @ 8:44 pm

    [...] Vielfalt und Inhalt kommen an bei der Augsburger Jugend von Sebastian Kochs auf Kultunetzwerk-Augsburg.net [...]

  2. Erich Zimmermann 30. 07. 2009 @ 3:21 pm

    Zum Wiedervereinigungstag hätte ich die Idee eines spektakulären Paral-
    lellbeispiels.Wir spielen den Fall der koreanischen Mauer. Text und
    Regie vorhanden.Interessierte Laiinnen/Laien gesucht Tel 08271 5735
    mitspieltheater@googlemail.com

  3. Erich Zimmermann 2. 03. 2010 @ 3:14 pm

    Von mitspieltheater@googlemail.com Es gibt viele geistreiche u
    lustige Ideen, man muß sie nur auflesen. So hat sich das Mitspiel-
    theater Gedanken gemacht, was wohl wäre, wenn “Einer” das gehei-
    me Tagebuch Gottes “herunterladen” könnte. Ich habe da eine ver-
    dächtige IP Nummer,da steht z.B. folgendes: Seit Neuestem schrei-
    ben die Menschen alles mit vorneweg “Inter” So gibt es jetzt
    auch die interreligiösen Diskussionen. Dabei diskutiert jeder
    so,wie wenn er mich persönlich für sich gepachtet hätte und die
    Anderen hätten halt irgend eine Kopie. Sie Vier-oder Fünfteilen
    mich wie im Mittelalter.Nochmals:Ich bin alleinstehend und habe
    alle Religionen dieser Welt inspiriert ! “Sintflutnochmal !

MODULAR-Festival 2009

Bildende Kunst, Comic, Film, Jugend, Literatur, Musik, Performance, Theater Kommentare (3)

MODULAR - Das Festival vom 2. -4.4.2009
Und es geht doch!

Vielfalt und Inhalt kommen an bei der Augsburger Jugend

Mehr als 10.000 meist jugendliche Besucher kamen zur ersten Ausgabe des neuen Jugendkulturfestivals in Augsburg. Damit wurden die Erwartungen des veranstaltenden Stadtjugendrings mehr als übertroffen. Das weit gesteckte Angebot von Performance, über Literatur, Theater, Poetry Slam, Kunst, Visuals, Film, Sport bis zur Musik kam beim Publikum bestens an.

Im Vorfeld war mehrmals die Befürchtung geäußert worden, dass das Programm zu “anspruchsvoll” sein könnte und deswegen am Publikum vorbei gehen würde, doch dem war nicht so…

Ein paar Beispiele:

Die Installation “Wie Fische im Wasser” von Stefanie Sixt in der Moritzkirche hatten an den 3 Tagen mehr als 1.000 meist junge Besucher, die sich in der Apsis der Kirche auf den Teppich setzten und für ein paar Minuten in die Unterwasserwelt der Videokünstlerin eintauchten.

Die sehr anspruchsvolle Auftragsarbeit “Puppet on a String – Das MODULAR-Orchester” – bei der 8 Musiker aus Klassik und Jazz 10 verschiedene Sänger aus der Augsburger Rock/Pop/Elektro-Szene begleiteten, kam so gut an dass alle Karten für die 3 Veranstaltungen schon am zweiten Festival-Tag ausverkauft waren. Ein weiteres Konzert wäre sofort ausverkauft gewesen. Gerade das zweite Konzert in der Barfüßer-Kirche wurde innerhalb der Konzertreihe zum absoluten Höhepunkt mit “Standing Ovations” des jugendlichen Publikums. Die Arangements der beiden Musiker Michael Kamm und Tim Alloff waren alles andere als leicht verdauliche Kost und spielten gekonnt mit den Stilmitteln der Klassik, des Pop und des Jazz.modular_barfuss_vorab-199x300

Weitere Fotos HIER

Die schrille Performance “Big Battel” bei der Comic auf Wrestling traf und die in einem 3-monatigen Workshop von 15 – 17-Jährigen selbst entwickelt worden war wurde zu einer furiosen Show im Capitiol. Das Publikum ließ sich voll auf die skurile Mischung aus Theater, Performance und Klamauk ein und der Abend steigerte sich bis zum Finale.
Bilder von den Mitgliedern des MODULAR Foto-Workshops zur Big Battel HIER

Auch die Literatur-Reihe mit Sarah Hakenberg, Selim Özdogan und Oliver Polak kam sehr gut an. Alle drei Abende waren gut gefüllt und die Literaten glücklich über ein interessiertes Publikum.

Der Poetry-Slam im Boxring am letzten Festival-Tag wurde zu einem DER Publikumsmagneten. Das Capitol wurde mehrmals wegen Überfüllung geschlossen. Dabei war interessant zu beobachten, dass im Publikum viele “Nicht-Slammer” dabei waren – junge Menschen, die sich zum ersten Mal einen Poetry-Slam anschauten. Sogar das Slammer-Urgestein Wolf Hogekamp gestand nach der Veranstaltung, dass ihm eine solche Veranstaltung im Boxring (!) mit Licht- & Nebel in Berlin so nicht gelingen würde… Videos zum Slam HIER

Fazit: es ist möglich ein Festival für junge Menschen zu machen, bei dem der Mainstream und die Party nicht im Vordergrund stehen. Viele Rückmeldungen junger Besucher zeigten den Machern, dass sie eine solche Veranstaltung sogar besser finden als die “Legende” x-large. Auf diesem Erfolg wird der Stadtjugendring nun für das zweite Festival 2010 aufbauen und dann versuchen, das Profil noch deutlicher zu schärfen.

Sebastian Kochs am 7. 04. 2009

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