PAX 2008: Wieder können alle mitmachen!
Allgemein, Ballett, Bildende Kunst, Film, Jugend, Literatur, Museum, Musik, Politik, Theater, Überregional Kommentar (0)
Im “Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs 2008″ ist das Friedensfestprogramm PAX der Stadt Augsburg (vom 7. Juli bis 8. August) dem Thema “ORTSWECHSEL” gewidmet. “Ortswechsel” bezieht sich auf einen Passus des Augsburger Religionsfrieden (das ius emi-grandi) und lässt zugleich viel Raum für Aktualisierung: Das Thema beleuchtet die Geschehnisse um Flüchtlinge und Emigration, es öffnet den Blick auf Vertreibung und Suche, auf Pilgerschaft, auf unsere zunehmend Mobilität einfordernde Welt, auf multikulturell geprägte Gesellschaft(en) u.v.m..
Bereits in den vergangenen Jahren haben sich verschiedenste Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen am Festprogramm PAX beteiligt. Die Organisatoren der PAX2008-Reihe lädt auch 2008 ein, einen individuellen (Veranstaltungs-)Beitrag zu leisten – denn: Frieden ist ein Thema, das alle betrifft.
Im Mittelpunkt von PAX 2008 stehen folgende Fragen und Themenfelder:
- Emigration: Geschichte und Geschichten von Emigrant(inn)en in Vergangenheit und Gegenwart; Literatur, Kunst und Musik der Emigration als Ausdrucksformen
- Flucht und Vertreibung: z. B. Flucht aus Augsburg und dem schwäbischen Raum; Flüchtlinge, die in unserer Gesellschaft Zuflucht gefunden haben, und damit in Zusammenhang stehende Fragen
- Ortswechsel als Suche – nach Meinungs-, Religions- und Gewissensfreiheit, nach einem Chancen und Perspektiven eröffnenden Lebensumfeld; (politisches) Exil und “innere Emigration”; die großen Auswanderungswellen (auch von Deutschen) in Vergangenheit und Gegenwart… Wie haben Emigrant(inn)en und Gesellschaft auf die Herausforderung reagiert?
- Pilgerschaft - als religiös motivierte Suche: Pilgern an einen (heiligen) Ort, das Auf-dem-Weg-Sein oder die innere Suche; ein wichtiges Thema für PAX 2008, das Religionen und Konfessionen verbindet und den interreligiösen Dialog befördert
- Heimat und Identität: Wie gehen Menschen mit den durch Ortswechsel bedingten Erfahrungen um? Wie definiert sich Heimat? Und: Lässt sich Heimat überhaupt an einem Ort festmachen? Welches Verständnis haben z. B. nomadische Volksgruppen, Sinti und Roma oder auch “Weltbürger”/Kosmopoliten?
- Ortswechsel = Perspektivwechsel: Ortswechsel sind immer auch Perspektivwechsel. Sie ermöglichen eine veränderte Sicht der Dinge und sind Schlüssel zum Verständnis des “Anderen”. Welche Beispiele für Orts- und/oder Perspektivwechsel gibt es, die zum besseren Miteinander von Religionen, Konfessionen und Kulturen beitragen?
Das PAX-Büro bittet alle Veranstalter ihnen geplante und in die Reihe passende Veranstaltungen in o. g. Zeitraum mit einem Meldebogen (bis 9. Mai 2008) zu senden. Mehr Informationen unter www.pax.augsburg.de
Horst Thieme am 15. 03. 2008