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…zwischen Bildender Kunst und experimenteller Musik

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Sebastian GiussaniDer diesjährige Auftakt der Reihe „KLANGHALLE – Neue Musik im H2“ steht ganz im Zeichen der Wechselwirkung zwischen Musik und Bildender Kunst. Am Dienstag, 16. Juni 2009 (19.30 Uhr) wird Sebstian Giussani in der Ausstellung “Silent Spaces – Räume der Stille” im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Augsburger Glaspalast einen sinnlich wahrnehmbaren Zusammenhang zwischen experimenteller Musik und Bildender Kunst herstellen.

Sebastian Giussani: Bildhauer und Musiker
Der gelernte Bildhauer ist insbesondere in Augsburgs experimenteller Musikszene präsent und durch Auftritte beim Kunstlabor LAB 30, der „Echokammer“ und durch die von ihm iniziierten „Elektrokonferenzen“ bekannt. 2008 wurde er mit dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg 2008 ausgezeichnet. In München organisierte er Konzerte in der Akademie der Bildenden Künste, und arbeitet zusammen mir dem „Institut für Leistungsabfall und Kontemplation“. Dessen Gründer und Leiter, M. Krejci, über Giusani: “Die Arbeiten Sebastian Giussanis entspringen weniger einer konzeptionellen Strenge, als vielmehr einer spielerischen und experimentellen Herangehensweise und sind jeweils auf bestimmte ausstellungsbedingte Vorraussetzungen, also Thema einer Ausstellung, räumliche Bedingungen, Zusammenspiel mit anderen Arbeiten/Künstlern, gerichtet. Musikalisches, Performance, Installation und – teilweise als Destillat eines Arbeitsprozesses – Skulpturen, sind Ergebnisse seiner Arbeit. Sebastian Giussani (*1974 in Wertingen) wurde mit dem “Kulturpreis Bayern” von EON und dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet und erhielt eine Nominierung zum Ars Viva Kunstpreis.

Sebastian Giussanis Sonderstellung zwischen Bildender Kunst und experimenteller Musik wurde umrissen durch seinen ehemaligen Lehrer an der Münchner Kunstakedemie, Hermann Pitz: „Giussani hat sich bewusst gegen das Konservatorium entschieden und für die Bildende Kunst. Diese sei, so Giussani, eher geeignet, als die kanonisierte Musikwelt, Neuerungen im Klanglichen zu ermöglichen. Giussani hat kontinuierlich in dem, was er Konzert nennt, Künstler, Musiker und Elektroniker zusammengebracht. Sie bilden eine Klangskulptur im Konzert, im Dialog oder im Konflikt aus. Tongeneratoren werden zerlegt und reduziert bis zu den Ursprüngen des Klanglichen. Wie Phönix aus der Asche entsteht bei Giussani schließlich ein neuer Klang, der nie nur disharmonisch ist. So wird seine Kunst zum Sinnbild der Hoffnung.“

Die Reihe “KLANGHALLE 09″ wird kuratiert von Wolfram Oettl und ist eine Veranstaltung der Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Die im vergangenen Jahr initiierte Reihe KLANGHALLE ist Bestandteil des kuratorischen Konzepts des H2. Im experimentellen Zusammenspiel von Bildender Kunst und Musik, von Klang und Raum, durchdringen sich sonst getrennte Gattungen wechselseitig, um neue Qualitäten der Wahrnehmung zu ermöglichen.

Horst Thieme am 11. 06. 2009

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